Laptop zeigt das moderne UI des JobBooster Multiposting Tools
8. Juli 2026

Videocast POPCORN: Das braucht moderne Arbeitgeberkommunikation für junge Zielgruppen

Warum wirken manche Arbeitgeber sofort sympathisch und andere trotz aufwendiger Kampagnen austauschbar? Die Antwort liegt oft nicht im Budget, sondern in der Art der Arbeitgeberkommunikation. Im aktuellen POPCORN-Videocast spricht Senior Animator Marcel Löwen darüber, warum authentische Geschichten, echte Menschen und bewegte Bilder für junge Zielgruppen heute wichtiger sind als perfekte Inszenierungen.

Was ist maßgeblich für die Wahl eines Jobs? Ist es das Gehalt, sind es die Benefits oder eher die Karriereperspektiven? Immer häufiger stellt sich gerade für junge Talente bereits lange vor einer Bewerbung eine ganz andere Frage und zwar: Fühlt sich dieses Unternehmen nach einem Ort an, an dem ich arbeiten möchte?

Social Media, Karriere-Websites und Arbeitgeberprofile liefern heute schon vielfach Einblicke in den Arbeitsalltag. Seitens der jungen Interessenten steigt aber gleichzeitig die Erwartung an Arbeitgeber, nicht nur über Kultur, Werte und Zusammenarbeit zu sprechen, sondern sie auch sicht- oder erlebbar zu machen. Gerade jüngere Zielgruppen erkennen sehr schnell, ob Kommunikation authentisch wirkt oder lediglich gut inszeniert ist.

In der aktuellen Folge unseres Videocasts POPCORN spricht Moderatorin Ann-Katrin Rennemeier mit Marcel Löwen, Senior Animator bei WESTPRESS, darüber, wie moderne Arbeitgeberkommunikation aus Sicht eines Designers und insbesondere für junge Zielgruppen funktioniert. Schnell wird klar: Erfolgreiches Recruiting beginnt nicht bei der perfekten Kampagne, sondern bei glaubwürdiger Arbeitgeberkommunikation.

Wer Talente gewinnen will, muss Vertrauen schaffen

Unternehmen haben lange versucht, sich mit Begriffen wie modern, innovativ oder dynamisch zu positionieren. Das funktioniert aber schon lange nicht mehr, ist sich Marcel sicher. Die Worte sind letztlich austauschbar und schaffen keinen echten Unterschied. Wichtig ist, ob Interessierte erkennen können, wie ein Unternehmen tatsächlich arbeitet und welche Kultur dort gelebt wird. Genau hier setzt authentische Arbeitgeberkommunikation an.

Statt vorformulierter Aussagen oder perfekt einstudierter Interviews überzeugen echte Menschen, spontane Situationen und ehrliche Einblicke in den Arbeitsalltag. Das bedeutet keineswegs, weniger professionell oder unüberlegt an die Sache herangehen zu müssen. Vielmehr geht es darum, Kommunikation glaubwürdig wirken zu lassen. Nicht perfekt zu sein, kann Vertrauen schaffen, weil es zeigt, dass echte Menschen hinter den Inhalten stehen.

Design ist weit mehr als eine schöne Gestaltung

Marcel räumt zudem mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: Design wird zu häufig auf Farben, Schriften oder Layout reduziert. Dabei erfüllt gutes Design vor allem eine kommunikative Funktion. Es entscheidet darüber,

  • welche Informationen zuerst wahrgenommen werden
  • welche Botschaften im Gedächtnis bleiben
  • welche Emotionen entstehen
  • ob Vertrauen aufgebaut wird

Zur Gestaltung gehören deshalb nicht nur visuelle Elemente, sondern ebenso Sprache und Storytelling. Eine Karriereseite voller austauschbarer Fotos aus Bilddatenbanken vermittelt eine völlig andere Botschaft als echte Mitarbeitende, die ihren Arbeitsplatz zeigen oder aus ihrem Arbeitsalltag berichten.

Bessere Zielgruppenansprache statt Vorurteile gegenüber jungen Zielgruppen

Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass die Generation Z nur über eine besonders kurze Aufmerksamkeitsspanne verfüge, erzählt Marcel im Podcast. Diesen Eindruck widerspricht er vehement: Nicht mangelnde Konzentration sei das Problem. Vielmehr seien junge Menschen daran gewöhnt, täglich enorme Mengen an Inhalten zu konsumieren. Dadurch entscheiden sie innerhalb weniger Sekunden, ob ein Beitrag relevant erscheint oder nicht.

Für eine gute Arbeitgeberkommunikation via Bewegtbild bedeutet das zum Beispiel:

  • Die ersten Sekunden eines Videos entscheiden über Aufmerksamkeit.
  • Der Einstieg muss Neugier erzeugen.
  • Die Botschaft muss sofort verständlich sein.
  • Danach muss der Inhalt das anfängliche Interesse auch einlösen.

Sogenannte Hooks spielen dabei eine zentrale Rolle: Also Einstiege, die überraschen, eine Frage stellen oder ein Problem aufwerfen und dadurch zum Weitersehen motivieren.

Trends funktionieren nur, wenn sie zur Marke passen

Viele Unternehmen versuchen, aktuelle Social-Media-Trends möglichst schnell aufzugreifen. Doch genau darin liegt häufig das Problem. Marcel betont: Nicht jeder Trend passt zu jeder Unternehmenskultur. Wer Inhalte lediglich kopiert, wirkt schnell beliebig oder sogar unfreiwillig komisch. Erfolgreiche Kommunikation entsteht erst dann, wenn Trends an die eigene Marke angepasst werden und die Identität des Unternehmens widerspiegeln.

Statt jedem viralen Format hinterherzulaufen, empfiehlt sich eine klare Content-Strategie:

  • Welche Geschichten möchte das Unternehmen erzählen?
  • Welche Werte sollen sichtbar werden?
  • Welche Formate passen zur Zielgruppe?
  • Welche Plattform eignet sich für welche Inhalte?

Erst daraus entsteht eine wirklich konsistente Arbeitgeberkommunikation.

Arbeitgebermarken entstehen über viele Kontaktpunkte

Interessant ist auch der Blick auf die sogenannte Candidate Journey. Bewerbende haben zumeist mehrere Kontaktpunkte mit einer Arbeitgebermarke. Sie entdecken beispielsweise im ersten Schritt ein Video auf Instagram, besuchen anschließend die Karriere-Website oder informieren sich über das LinkedIn-Unternehmensprofil.

Je konsistenter diese Eindrücke sind, desto stärker entsteht Vertrauen in die Arbeitgebermarke. Besonders wirkungsvoll sind dabei Mitarbeitende, die regelmäßig Inhalte veröffentlichen, etwa in der Funktion als Corporate Influencer. Ihr Content wirkt im Vergleich zu Inhalten aus Unternehmensprofilen häufig nahbarer und persönlicher. Wer bekannte Gesichter aus Social Media später auf der Karriere-Website oder sogar im Bewerbungsgespräch wiedererkennt, erlebt Kontinuität und entwickelt schneller das Gefühl, das Unternehmen bereits ein Stück weit zu kennen.

Eine Employer Value Proposition muss gelebt werden

Eine starke Employer Brand entsteht aber nicht nur durch gute Kommunikation. Wenn auf Social Media Teamgeist, Wertschätzung oder Nachhaltigkeit versprochen werden, diese Werte im Bewerbungsprozess oder Arbeitsalltag aber nicht erlebbar sind, wirkt das unweigerlich enttäuschend.

Gerade junge Bewerbende vergleichen Arbeitgeber heute intensiver als früher. Sie informieren sich auf unterschiedlichen Plattformen, tauschen Erfahrungen aus und hinterfragen Aussagen zunehmend kritisch. Kommunikation und Unternehmenskultur dürfen deshalb nicht auseinanderfallen.

Wichtig: Authentizität beginnt nicht in der Marketingabteilung, sondern innerhalb des Unternehmens.

Gute Arbeitgeberkommunikation muss kein großes Budget verschlingen

Nicht jede erfolgreiche Recruiting-Kampagne benötigt aufwendige Filmproduktionen mit hohen Mediabudgets. Marcel verdeutlich das anhand von zwei Videobespielen: Auf der einen Seite stehen professionell produzierte Kampagnen mit hohem Kreativaufwand. Auf der anderen Seite funktionieren auch spontan wirkende Smartphone-Videos –sofern sie glaubwürdig einen echten Einblick vermitteln.

Der entscheidende Faktor ist daher weniger das Budget als vielmehr ein durchdachtes Konzept. Arbeitgeber sollten wissen,

  • wen sie erreichen möchten
  • welche Inhalte relevant sind
  • welche Plattformen sinnvoll sind
  • welche Geschichte sie auch langfristig erzählen wollen

Fazit: Recruiting ist eine Vertrauensentscheidung

Unternehmen überzeugen heute nicht mehr durch möglichst vollmundige Werbebotschaften, sondern durch echte Einblicke in ihre Arbeitswelt. Wer die Menschen im Unternehmen sichtbar macht, Werte konsequent lebt und Inhalte zielgruppengerecht erzählt, schafft Orientierung sowie Vertrauen, und zwar lange bevor eine Bewerbung geschrieben wird.

Authentizität war, ist und bleibt die Grundvoraussetzung für eine erfolgreicher Arbeitgeberkommunikation. Und das nicht nur, aber vor allem auch bei jungen Zielgruppen.

Die ganze Diskussion im Videocast

Wer erfahren möchte, wie moderne Arbeitgeberkommunikation aus Sicht eines Designers funktioniert und welche konkreten Empfehlungen sich daraus für Recruiting und Employer Branding ableiten lassen, findet in der aktuellen POPCORN-Folge viele weitere Impulse.

Wird das Video nicht richtig angezeigt? Dann ändern Sie bitte ggf. die Cookie-Präferenz. Alternativ können Sie den Podcast direkt bei YouTube abrufen.

Hinweis: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in einzelnen Fällen auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.

Employer Branding

Eine starke Arbeitgebermarke entscheidet, wer sich für Sie entscheidet. Wir machen sichtbar, wofür Sie als Arbeitgeber wirklich stehen.

Webinare

Trends, Tipps und mehr: In unseren Webinaren bekommen Sie regelmäßig spannende Einblicke in aktuelle HR-Themen.

Newsletter

Jetzt anmelden und keine News mehr verpassen.

Wir liefern Produkte

Wir machen Recruiting einfach: Produkte und Dienstleistungen rund um effizientes Personalmarketing.

Wir sprechen über Recruiting

Wir beraten Sie rund um effizientes, authentisches und starkes Personalmarketing.

Blog

In unserem Blog diskutieren wir über aktuelle Marktentwicklungen und Trends rund um Personalmarketing.

Über uns

Als Full-Service-Agentur bieten wir als WESTPRESS Agency Group Produkte, Dienstleistungen und Beratung rund um Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding.

Referenzen

Unsere Arbeitsfelder reichen von der Konzeption bis hin zur Umsetzung: Unsere Cases spiegeln genau das wider.

Laptop zeigt das moderne UI des JobBooster Multiposting Tools

Moderne Arbeitgeberkommunikation für junge Zielgruppen

Warum überzeugen authentische Einblicke heute mehr als perfekt inszenierte Kampagnen? Welche Rolle spielen Social Media, Bewegtbild und Corporate Influencing? Und weshalb ist gutes Design weit mehr als eine Frage der Optik? Jetzt reinhören und verstehen, was junge Zielgruppen wirklich bewegt. In dieser Folge von POPCORN spricht Ann-Katrin Rennemeier mit Marcel Löwen, Senior Animator bei WESTPRESS, […]